Das Klosterleben geht auf den Mönchsvater Antonius zurück, der im vierten Jahrhundert nach Christus der erste war, der in der Wüste zurückgezogen lebte, um ganz für Gott da zu sein. Viele Menschen fühlten sich von seinem Leben angezogen und siedelten in seiner Nähe, um von ihm im christlichen Leben unterwiesen zu werden. Später entwickelten sich...
Später entwickelten sich aus diesen einzelnen Klosterzellen größere Gemeinschaften, die unter einem Klostervorsteher nach den sogenannten evangelischen Räten lebten.
Verzicht als Voraussetzung
Die Mönche und Schwestern geloben bei dieser Lebensform, auf persönlichen Besitz zu verzichten und mit dem zufrieden zu sein, was sie von den Verantwortlichen erhalten.
Ferner verzichten sie auf die Ehe und eine eigene Familie, denn die Suche nach Gott füllt sie so vollständig aus, dass alle andern Werte dem gegenüber nicht wichtig genug sind, um das Leben darnach einzurichten.
Durch ihre Ungebundenheit haben die Ordensleute die Möglichkeit, für die vielfältigen Aufgaben im Dienste der größeren, allgemeinen Menschenfamilie zur Verfügung zu stehen.
Das dritte Gelübde oder Versprechen der Schwestern und Mönche betrifft den Verzicht darauf, in allem den eigenen Willen durchzusetzen. Dieses Gehorsamsgelübde sollte man besser übersetzen als ein Versprechen, verfügbar zu sein für die Aufgaben, die einem der Ordensobere zuteilt zum Besten der gesamten Gemeinschaft.